YIN YANG

Was bedeutet genau YIN YANG?

Das Zeichen ist den Meisten von uns bekannt, doch was steckt eigentlich genau hinter diesem Symbol? 

Unter Yin und Yang versteht man gegensätzliche Kräfte. 

 

Es gibt im Universum immer zwei entgegengesetzte Kräfte, die miteinander im Einklang stehen. Wie etwa Himmel - Erde, Tag - Nacht, Sonne - Regen, Mond – Sonne, Leere – Fülle, alt – jung, rechte Seite linke Seite etc. 

Lass doch mal kurz diese Kräfte auf dich wirken – so wirst du vermutlich für dich feststellen, dass du dich meistens auch zu einer dieser beiden Kräfte mehr hingezogen fühlst als zur anderen. 

 

Das Prinzip von Yin und Yang findet sich im chinesischen „Buch der Wandlungen“ (Yijing). Der grundlegende religiöse bzw. philosophische Kontext ist der Taoismus/Daoismus. Der Grundgedanke ist jedoch ganz einfach: Alles auf der Welt hat einen notwendigen Gegenpol, das eine gibt es nur mit dem anderen. 

Sie ergänzen und bedingen einander in einem rhythmischen Wechsel. Keines der beiden ist wichtiger oder überlegen. Ohne das Wechselspiel von Yin und Yang gäbe es keine Wandlung im Universum und damit kein Leben. 

Yin Yang symbolisiert uns heute das kleine, runde, schwarz-weiße Zeichen auf Chinesisch „Taijitu“ genannt. Eigentlich steht es nicht für Yin Yang als Ganzes, sondern verkörpert nur das individuelle Gleichgewicht der Kräfte. 

 

Die Wirkung auf unseren Körper: 

Der Schwarze Bereich im Symbol YIN steht für die weibliche Kraft, die Mondenergie und bedeutet Ruhe, passives Empfangen, das Weiche. 

Der weisse Bereich YANG als Gegenstück symbolisiert die männliche Kraft, die Sonnenenergie. Sie ist wärmend, steht für aktives Geben. 

Auf körperlicher Ebene werden die weichen, elastischen Körperteile (wie zum Beispiel die Muskeln) dem Yang zugeordnet und die harten, unelastischen (wie zum Beispiel die Gelenke und Knochen) dem Yin. Um die gesamte Einheit zu erreichen, sollte man mit den Muskeln ebenso wie mit den Knochen und Gelenken arbeiten.

 

In unserer heutigen schnelllebigen, stressigen Zeit dominiert klar die männliche Kraft. Wir alle sind meist zu starke Kopfmenschen, ständig ist unser Geist aktiv und gefordert. Wir müssen Leistungen bringen und Gefühle sind meist fehl am Platz. Dies führt dazu, dass wir zu viel männliche Energie in unserem System tragen, was sich auf unser ganzes Leben auswirkt. Wir treffen Entscheidungen oft mit dem Kopf als mit unserem Herzen, wir unterdrücken unsere Gefühle, wir zeigen unsere zerbrechliche Seiten nicht mehr. 

Um diesem Zustand entgegen zu wirken und wieder die nötige Balance zu erlangen, ist es wichtig, wieder mehr in die sanfte, weibliche Seite, die sogenannte Yin-Energie zu wechseln. So lernen wir, wieder stärker unserem Herzen zu folgen und treffen zum Beispiel auch Entscheidungen intuitiver und mehr was unserem Seelenweg entspricht. 

 

Wie kannst du wieder mehr Yin in dein System bringen? 

Aus Yoga Sicht sind zum Beispiel Pranayama / Atemübungen sehr effektiv um unser YIN/YANG wieder auszugleichen. Das praktizieren von Yin Yoga zum Beispiel oder Hormon Yoga für Frauen, bietet ebenfalls eine ideale Möglichkeit, wieder mehr Yin in unser System zu integrieren. 

 

Beim Yin Yoga halten wir die Asanas deutlich länger als im klassischen Yoga, nämlich zwischen 3 bis 15min. Durch das längere halten der Asanas werden tiefere Schichten in unserem Körper erreicht wie etwa das Bindegewebe oder unsere Faszien. 

Spannend ist, dass unser Bindegewebe, nicht einfach nur Füllmaterial ist, sondern für unser Wohlbefinden im Allgemeinen eine extrem wichtige Rolle spielt. In den Faszien verlaufen sogenannte Meridiane. Durch das lange und passive halten der Asanas aktivieren und reinigen wir diese, was wiederum eine harmonisierende, ausgleichende und heilende Wirkung auf unser ganzes System hat. Dadurch verstärken wir unsere Yin Energie und haben die Möglichkeit unseren Geist uns unseren Körper mehr zur Ruhe zu bringen, unsere inneren Anspannungen zu lösen und wir wechseln automatisch wieder tiefer in unsere Herzenergie.

Oft ist man sich der Wirkung von lang haltenden Asanas gar nicht bewusst. Ich persönlich bin begeistert von diesem meditativen Yoga-Stil und kann es Jedem nur empfehlen regelmässig Yin Yoga zu praktizieren. 

 

Eine weitere effektive Yoga Praxis speziell für Frauen, ist die Hormon Yoga Therapie. In einer 30min Übungsreihe, die von der Brasilianerin Dinah Rodrigues vor über 35 Jahren ins Leben gerufen wurde, wird ebenfalls unsere Yin Energie verstärkt. Denn Hormon Yoga wirkt spezifisch auf die typisch endokrinen Drüsen der Frau, die für den Hormonhaushalt eine wichtige Rolle spielen, wie die Eierstöcke, Schilddrüsen und Hypophyse. In dieser Yoga Therapie Serie werden Yoga-ähnliche Asanas praktiziert in Kombination mit Atemübungen und Energielenkung. Durch das regelmässige praktizieren von Hormon Yoga (mind. 4x wöchentlich) wird unter anderem die weibliche Energie wieder mehr aktiviert. 

Weitere Informationen zur Hormon Yoga Therapie findest du hier! 

 

Yin und Yang ist also weit mehr als ein schönes symbolisches Zeichen – Gegensätze gibt es überall und es ist interessant sich dessen Wirkungen bewusst zu sein. 

 


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