Fruchtzucker Fructose

Vorsicht bei den süssen Früchtchen..

In diesem Beitrag widmen wir uns ein wenig dem vermeindlich gesunden Zucker, dem Fruchtzucker.

Lange dachte man nicht, dass auch dieser in grösseren Mengen erheblichen Schaden im Körper anrichten kann…. Traubenzucker und Fruchtzucker sind ähnlich aufgebaut. Allerdings werden sie in unserem Körper ganz unterschiedlich verstoffwechselt:


Traubenzucker kann von jeder Zelle im Körper aufgenommen und abgebaut werden. Dagegen kann kaum eine Zelle etwas mit Fruchtzucker anfangen. Denn Fruchtzucker landet immer in der Leber, weil nur diese in der Lage ist, ihn aufzunehmen. Anschliessend muss er dort zu Energie verbrannt werden oder in etwas Brauchbares umgewandelt werden, wie zum Beispiel Traubenzucker oder Fettsäuren. 

Fruchtzucker erkennen wir sofort an seinem süssen Geschmack. Er besitzt eine deutlich höhere Süsskraft als Traubenzucker.

Der süße Geschmack signalisiert uns schnelle und frei verfügbare Energie. Daher ist es auch verständlich, dass wir eine Vorliebe für ihn entwickelt haben.

                                        

In der Natur kommt Fruchtzucker jedoch eher selten vor. Zu finden ist er zum Beispiel in reifem, süßen Obst oder Bienenhonig. Daher hat der Mensch ursprünglich auch sehr wenig Fruchtzucker aufgenommen.

 

Wo überall ist Fructose enthalten?

Fructose kommt nicht nur in Früchten vor. Besonders in den USA wird Fructose hochkonzentriert als „High Fructose CornSirup“ in Fertiggerichten und Softdrinks verwendet. Wer Wert darauf legt, Fructose zu vermeiden, sollte bedenken, dass es für Fruchtzucker keine verbindliche Kennzeichnungspflicht gibt. Fructose kann sich auch hinter den folgenden Begriffen verstecken:

Fruchtsüße, Maissirup, Saftkonzentrat, Maiszucker, Invertzuckersirup, Fruchtextrakt, Glukose-Fruktose-Sirup

 

Fructose, sprich Fruchtzucker, wird gern als süße Alternative zu Zucker gewählt. Ebenso sind folgende Süssungsmittel immer beliebter:

Honig, Kokosnussnektar, Ahornsirup, Datteln, Agavendicksaft

Aber auch hier ist Vorsicht geboten! Achte auf die Mengen die du zu dir nimmst!

 

Überleg einmal: 
Wie viel Stück Obst brauchen wir um 1 Glas Fruchtsaft zu bekommen?
Würdest du so viele Früchte auf einmal essen? 

                                                                                                                      
So viele Zucker stecken in Früchten: (pro 100g)
-    Karotte = 4.7g
-    Apfel = 11.6g
-    Aprikosen = 9.2g
-    Honigmelone = 8g
-    Rhabarber = 1g
-    Trauben = 15g
-    Goji Beeren getrocknet = 45.6g
-    Feigen = 16.3g
-    Banane = 20g

Banane
Die Banane gehört zu den beliebtesten Obstsorten. Sie ist sehr beliebt bei Sportlern, da sie ein schneller Energielieferant ist, nährstoffreich und hält darum sehr lange satt. Bananen enthalten viel Magnesium, Kalium und Vitamin B6.
Es ist jedoch auch hier beim Konsum Vorsicht geboten. Denn die Banane besteht praktisch nur aus Kohlenhydraten und enthält ca. 20g Zucker.
1 Banane täglich schadet nicht, jedoch solltest du darauf achten, dann nicht noch zusätzlich einen Apfel oder Trauben dazu zu kombinieren, wie es bei vielen tollen Müesli oder Frühstück Bowls der Fall ist. Entscheide dich für 1 Frucht pro Tag.

Getrocknete Früchte
Oft greift man für eine „gesündere“ Alternative als Schokolade oder Gummibärchen zu Trockenfrüchten. Das ist bestimmt gesünder. Aber achte bitte auch hier auf deine Menge. Getrocknete Früchte verlieren durch die Trocknung an Vitaminen und Ballaststoffen und bestehen praktisch aus 70% Fruchtzucker.

Deshalb achte auf die Dosis der Früchte die du zu dir nimmst. Täglich 1 Frucht ist ideal. Gerade jetzt wo die Früchte Saison haben kannst du sie unbeschwert geniessen. Hör auf die Signale deines Körpers, denn der weiss genau was im Moment richtig für dich ist.

Zitat von Paracelsus: "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist".

Beitrag: Priska Stamm / Naturheilpraktikerin TEN


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