5 Sinne

Wie unsere Sinne unser Leben beeinflussen..

Über äussere Einflüsse nehmen wir unglaublich viel in unser System auf und dies hat einen Einfluss auf unsere gesamte Wahrnehmung. Es ist daher entscheidend für unser Leben, was wir über unsere 5 Sinne Ohren, Nase, Mund, Hände (Haut) und Augen aufnehmen. Wichtig zu wissen ist jedoch, wie negative Einflüsse unser gesamtes Wesen prägen und was für Auswirkungen dies auf unser Leben haben kann. Oftmals ist uns leider gar nicht bewusst, was für „Schäden“ wir anrichten und wir fragen uns, warum unser Leben nicht so verläuft wie wir uns das wünschen.  

Wenn wir zum Beispiel mit unseren Augen ein Moment wahrnehmen, dann melden all unsere Sinneszellen eine Erregung über Nervenzellen durch das Rückenmark an das Hirn, und dort wird ein Gesamtbild analysiert und interpretiert.
Alles, was wir über unsere 5 Sinne aufnehmen, ist Energie. Energie die in Sekundenschnelle in unser System eindringt und all unsere Handlungen beeinflusst.
Sind wir also zum Beispiel ständig negativen Eindrücken ausgesetzt, nehmen ungesundes Essen zu uns oder sind in schlechter, negativer Gesellschaft, dann liegt es auf der Hand, dass wir nicht positiv durchs Leben gehen können oder?
Das fängt leider bei banalen, alltäglichen Dingen schon an, indem wir Schlagzeilen lesen, Musik hören, verarbeitete Lebensmittel essen usw. Oder stell dir vor, du bist in einer Konversation verwickelt in der nur über andere hergezogen wird. Auch wenn du nicht aktiv an dem Gespräch teilnimmst, deine Ohren nehmen das Ganze im Unterbewusstsein auf und deine Energie ist schon negativ beeinflusst. Achte dich für dich mal, wie dein Gemütszustand dabei ist. Fühlst du dich gut und energiegeladen wenn du so eine Konversation verlässt? Eher nicht oder? Das mag jetzt vielleicht für dich übertrieben klingen, aber es hat enorme Folgen auf dein ganzes Sein.

Was geschieht denn, wenn wir unser Geist und unser Körper mit zu viel Negativem belasten?

Unsere Sinne sind extrem sensibel. Werden sie ständig negativ beeinflusst, so leidet unsere ganze Wahrnehmung. Das führt dazu, dass wir uns selber und auch die Welt um uns herum sozusagen wie durch einen Filter oder eine angelaufene Brille sehen.

Das kann leider belastende Folgen für unser Leben:
-    Wir können keine klaren Entscheidungen treffen
-    Oder wir treffen sogar falsche Entscheidungen
-    Unsere Aura wird dunkler
-    Wir nehmen uns selbst anders wahr
-    Wir nehmen unser Umfeld anders wahr
-    Wir können unser Potenzial nicht ausschöpfen

Falsches Wissen führt zu falschem Handeln und somit zu Ergebnissen, die uns nicht glücklich machen.

Im Yoga nennen wir diese Beeinträchtigung „Avidya“, die Wurzel unseres Leidens. Avidya ist auch die am schwersten zu erkennende „Leidenswurzel“. Yoga, Meditation und Pranayama können uns aber helfen, diesen Schleier von Avida zu lösen und in das erfüllte Leben zu wechseln.

In der Yoga Philosophie  stellt der 8-gliedrige Yoga Pfad von Patanjali uns ein Konzept zur Hilfe, bei dem wir nach und nach einzelnen Bereiche in unserem Leben angehen können.  Jeder der 8 Glieder beinhaltet wichtige Verhaltens- und Vorgehensweisen, damit wir lehren unseren Geist zu beruhigen um dadurch alle Hindernisse im Leben überwinden können und ein erfülltes Leben zu leben.  


So beinhalten die ersten 5 Glieder (Yama, Niyama, Ãsana, Prãnãyãma, Pratayãhãra) wertvolle Leitfäden, um an uns zu arbeiten und dadurch mehr Fülle in unserem Leben erschaffen.  Es ist unabdingbar, dass wir uns bewusst sind, wem und was wir unsere Sinne aussetzen um unsere Gedanken positiv zu manifestieren. Wir lernen den Umgang mit uns selbst, unseren Mitmenschen aber auch Tieren und der Natur. Wir lernen wie wichtig es ist, Yoga in unserem Leben zu integrieren, uns sattvisch (rein) zu ernähren usw. Dies alles sind viele kleine Puzzle Stücke die letztendlich dazu führen, dass wir unser Leben transformieren können.

Durch die Yogapraxis lehren wir, Prana (Lebensenergie) innerhalb unseres Körpers zu transportieren und dort zu konzentrieren. Umso mehr Kontrolle wir über unser Prana gewinnen, desto mehr Platz können wir in unserem Körper schaffen. Unausgeglichene oder unruhige Personen haben zum Beispiel zu viel Prana ausserhalb des Körpers.
Wenn wir Schritt für Schritt lernen, wie wir unsere Lebensenergie im Körper einsetzen und uns bewusst darauf achten, welchen Einflüssen unsere Sinne ausgesetzt sind, wird unser Blick auf unser Leben klarer. Dann können wir plötzlich unser Weg und unsere Ziele klarer sehen.

Desikachar (Yoga-Legende) beschreibt: „Die Sinne sind die Tore der Wahrnehmung und ihre Bedeutung für den Geist hat weitreichende Folgen. Nicht selten sind wir ihrem Wirken hilflos ausgeliefert. Um das Spiel der Sinne besser zu verstehen und besser zu begreifen, welchen Einfluss sie auf unser Leben haben, kann es von Nutzen sein, ihre Tätigkeit zu erforschen“.


Wie kannst du deine Sinne „beglücken“?

Augen: Was wir sehen, wird innert Sekunden in unserem Unterbewusstsein abgespeichert.
Achte dich doch mal, was deine Augen den ganzen Tag sehen?
Musst du wirklich schon am frühen Morgen durch die Zeitung so viel Negatives in dein System lassen? Was schaust du dir im Fernsehen an? Wie ist dein Zuhause eingerichtet, fühlst du dich wohl? Hier können Farben den Gemütszustand stark beeinflussen. Was für Bilder hängen in deiner Wohnung und wie ist das Licht eingestellt. Unser Auge nimmt den ganzen Tag so viel auf, was unsere Gedanken unbewusst beeinflusst. Gedanken erschaffen unsere Zukunft. Also sei dir bewusst, was deine Augen anschauen.

Mund: „Du bist, was du isst oder verdaust“! Es ist nicht nur wichtig, WAS wir essen, sondern es spielt auch eine enorm wichtige Rolle WIE wir essen! Nehmen wir unsere Mahlzeit in schlechter Gesellschaft ein, hat das einen Einfluss auf unsere Verdauung und  dies wiederum auf unser Gewicht. Iss daher nie wenn du einen Streit ausdiskutierst, oder in negativer Gesellschaft bist. Achte auf sattvische (reine) Ernährung und vermeide tierische Produkte, Weizen und Milchprodukte.

Ohren: Den Meisten ist vermutlich gar nicht bewusst, was wir unseren Ohren zumuten. Achte dich aber doch mal was für Songtexte du den ganzen Tag hörst und wie du dich dabei fühlst. Oftmals handeln Songs von Beziehungsschmerz, Tod, Krieg, Wut usw. Müssen wir uns das wirklich antun?

Nase: Im Alltag ist die Geruchswahrnehmung meistens nicht so wichtig, weil die optischen Eindrücke andere Sinneseindrücke überlagern. Wir können aber bis zu 10.000 Duftstoffe unterscheiden und in unserem Gedächtnis speichern.
Bestimmte Gerüche empfinden wir nicht nur "instinktiv" als angenehm oder unangenehm, sondern was wir als duftend empfinden und was nicht, wird auch erlernt. Außerdem verbindet jeder Mensch andere Erlebnisse und Gefühle mit bestimmten Gerüchen, die dann Freude, Ekel oder Angst auslösen können. Höre auf deine Intuition was dir persönlich positiv in die Nase steigt und was weniger.

Haut: Die Haut ist nicht nur unser grösstes Organ, sondern auch eines unserer wichtigsten. Jeder Druck, jede Berührung trifft uns emotional. Die Haut ist mit unzähligen Sinneszellen bestückt, die auf unterschiedliche Reize spezialisiert sind. Jeder Mensch hat ein anderes Empfinden auf Schmerz, Druck oder auch ein anderes Wärme-Kälte Empfinden. Die Haut ist sozusagen der Spiegel deiner Seele. Behandle sie daher mit grösster Achtsamkeit, lass sie atmen und pflege sie nur mit 100% natürlichen Produkten.

Namaste, Claudia

 


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