Ayurveda Ernährung - für Körper, Geist und Seele

Mein Weg zur Ayurveda Ernährung


 

Seit einiger Zeit ernähre ich mich bewusst nach Ayurveda und bin froh und dankbar für mich eine perfekte Ernährungsweise gefunden zu haben.


Das war nicht immer so, darum bin ich erleichtert und happy, endlich eine Ernährung für mich gefunden zu haben, mit der ich im Einklang bin. Mein Körper, mein Geist und meine Seele.


Denn wer kennt es nicht, die ewige Suche nach DER perfekten Ernährung. Diät um Diät wird angepackt mit der Hoffnung auf Erfolg. Meistens fällt man aus Bequemlichkeit wieder schnell in alte Muster zurück und alles beginnt von vorne.


Meine Suche nach meiner passendsten Ernährung habe ich vor langer Zeit begonnen und es hat seine Zeit gebraucht:


Ich war eigentlich immer unzufrieden mit meinem Gewicht und fühlte mich einfach nicht wohl in meiner Haut. Zudem plagten mich praktisch täglich Bauchschmerzen und Blähungen und Durchfall. Ich spürte, dass mein Stoffwechsel alles andere als gut funktionierte. Mein Ziel zu Jahresbeginn war praktisch immer dasselbe:  Mind. 5kg abnehmen und mich endlich in meinem Körper wohl fühlen. Obwohl ich dann stets auf meine Ernährung geachtet hatte und 4-5x pro Woche Sport machte, legte ich noch an Gewicht zu. Der Frust war gross und mein Tag drehte sich nur noch ums Essen. Was darf ich, was darf ich nicht. 
Im Laufe der Zeit habe viele Diätformen ausprobiert um herauszufinden woher die Blähungen und das Unwohlgefühl kamen. Ich habe laufend mit Lebensmittel experimentiert. Das heisst, mal habe ich dieses, mal jenes Lebensmittel von meinem Speiseplan gestrichen um dadurch herauszufinden was die Probleme und Störungen in meinem Verdauungstrakt auslösen. So habe ich immer stärker meinen Körper spüren gelernt. Als ich mit Yoga begann hat mir das auf jeden Fall auch stark geholfen, mehr Sensibilität für meinen Körper zu entwickeln.


Nach all den Jahren erfolgloser Suche, habe ich mich dann entschieden, eine begleitete Ernährungsumstellung in Kombination mit Sport anzugehen. Der Ernährungsplan wurde daher komplett umgestellt und sehr stark auf Proteinzufuhr geachtet. Der Erfolg kam – endlich! Ich fühlte mich von Woche zu Woche besser und wohler in meiner Haut.


Doch ich merkte auch schon bald, dass meine Verdauung immer noch nicht perfekt funktionierte. Der erste Monat hat nach Plan funktioniert und ich habe die gesetzten Ziele erreicht und abgenommen. Danach stagnierte mein Stoffwechsel praktisch. Trotz striktem Einhalten des Ernährungsplan habe ich nicht wie erwartet und geplant abgenommen. Ich war enttäuscht. Das waren erst Anzeichen dafür, dass mein Körper diese Ernährungsform vielleicht doch nicht zu 100% akzeptierte. Dann merkte ich, dass ich trotz reduzierter Kalorienzufuhr immer selten ein Hungergefühl verspürte. Ich bekam oft starke Magenschmerzen und musste Erbrechen. Ich dachte mir da noch, es wäre eine Magen-Darm Grippe. Ich spürte aber, dass ich auch keine Lust mehr verspürte auf Eier, Poulet, Fisch und wässeriges Gemüse. Doch ich setzte meinen Kopf durch, der Erfolg war ja doch sichtbar und ich war fest davon überzeugt, dass sich der Körper einfach an die Umstellung gewöhnen musste.
Bis zu dem Zeitpunkt, als mein Körper mir ein klares Signal gab. Stopp! Mein Körper reagierte als Helicobacter Pylori ausbrach. Helicobacter Pylori ist ein bakterieller Befall, der massgeblich an der Entstehung von Magenschleimhautsentzündungen und Geschwüren im oberen Magen-Darm-Trakt beteiligt ist.
Ich hatte damit über 4 Monate damit zu kämpfen und mein ganzer Alltag wurde eingeschränkt. Ich hatte keine Energie mehr, mein Immunsystem war angeschlagen, ich hatte Schmerzen und konnte fast kein Sport machen. Yoga hat mir in dieser Zeit jedoch geholfen. Leichte Asanas waren der perfekte Ausgleich. Zum Glück habe ich mit abgestimmten Naturheilmittel den Befall aus meinem Körper leiten können.
Die Ernährung musste ich trotzdem erneut umstellen. Ich hatte Angst, in kürzester Zeit wieder bei meinem ursprünglichen Gewicht zu landen. Deshalb stand für mich fest, achtsam auf meinen Körper zu hören. Ich merkte in dieser Zeit ziemlich eindeutig, welche Lebensmittel mir bekamen und welche wieder Beschwerden auslösten. Auch die Menge war entscheidend. Und so wurde ich praktisch von meinem Körper „gezwungen“ achtsam zu Essen. Bewusst zu überlegen, was tut mir gut, was sagt mir mein Körper und wie bereite ich mir mein Essen zu.


Immer intensiver habe ich mich dadurch mit Kräutern, Gewürzen und sattvischen Lebensmittel auseinander gesetzt und schnell gemerkt, das mir diese Ernährungsform sehr gut tut. Frische warme, gekochte Lebensmittel taten meinem Magen gut. Wenig bis keine sauren, wässerigen Lebensmittel, sondern eher etwas Warmes und Erdendes. Plötzlich hatte ich unglaubliche Energie und mein Hautbild hat sich zudem stark verbessert. Unbewusst bin ich dann in die Ayurveda Ernährung reingerutscht. Ayurveda und Yoga gehören praktisch zusammen. Dadurch schliesst sich ein Kreis und ich bin erneut unglaublich dankbar, mich auf meinen Yoga Weg begeben zu haben.


Hier meine 10 Tipps für eine bewusste Ernährung, die für mich der Schlüssel zum Erfolg sind:


1. Iss nur wenn du hungrig bist
2. Ernähre dich von frischen, regionalen und möglichst unverarbeiteten Produkten
3. Nimm dir Zeit dein Essen zu zubereiten
4. Iss möglichst warm
5. Nimm dir Zeit das Essen zu kauen
6. Geniesse das Essen & sei dankbar dafür
7. Achte während des Essens wann du satt bist und hör auf zu essen wenn dein Körper dir ein Signal gibt
8. Mach dir kein schlechtes Gewissen wenn du mal sündigst
9. Iss nicht „on the go“ (auch wenns trendy ist)
10. Achte auf deine Portionengrösse und versteckte Kalorien


Sei auch nicht zu streng mit dir selbst. Das Ziel ist nicht, von heute auf morgen deine Einstellung zu ändern. Das Ganze ist ein Prozess, es ist eine Lebenseinstellung und benötigt Disziplin.


Mein Schlüssel heisst auf jeden Fall „Achtsamkeit“. Dies spiegelt sich nicht nur in meiner Ernährung wieder, sondern in allen Bereichen meines Lebens. Achtsamkeit kannst du lernen. Yoga und Meditation haben mir persönlich dafür den Weg gezeigt.

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Alexandra (Freitag, 19 Januar 2018 23:21)

    danke, toller Beitrag ��